Wir sind zuversichtlich!

23. Juni 2020

Sehr geehrte Damen und Herren!
Geschätzte Gäste unseres Salzburger Adventsingens!


Die grundsätzlich positive Entwicklung bei der Eindämmung von Covid 19 stimmt uns zuversichtlich, dass das Salzburger Adventsingen auch im 74. Jahr seines Bestehens, davon seit 60 Jahren im Großen Festspielhaus, auch heuer stattfinden wird. Die umfassenden Vorbereitungen laufen alle nach Plan. Demnächst findet die erste Durchlaufprobe des neuen musikalisch-szenischen Gesamtwerkes mit dem für heuer in besonderer Weise prädestinierten Titel „Fürchte dich nicht!“ statt.

Die Rückkehr zur neuen Normalität birgt dennoch noch etliche Faktoren der Ungewissheit in sich. So gibt es vom Gesetzgeber noch keine Angaben, unter welchen Bedingungen ein Salzburger Adventsingen 2020 im Großen Festspielhaus veranstaltet werden kann. Erst nach den Erfahrungen des Salzburger Festspielsommers werden wir mehr Erkenntnisse dazu haben.

Deshalb ersuchen wir Sie als unsere treuen Stammbesucher - über ¾ aller zur Verfügung stehenden 36.000 Karten sind bereits verbucht – und alle, die erstmals das Salzburger Adventsingen erleben möchten, weiterhin um Vertrauen und Verbundenheit.

Alle Gute, vor allem Gesundheit und herzliche Grüße von Salzburg

Ihr Hans Köhl

Gesamtleitung
Im Namen aller rund 150 Mitwirkenden

ZUM WERK 2020

„FÜRCHTE DICH NICHT!“

Dieses Salzburger Jubiläums-Adventsingens führt uns gedanklich zurück in die Zeit um Christi Geburt. Wir schreiben das Jahr 3760 nach jüdischer Zeitrechnung. Der bei den Hirten am Feld lebende Rabbi Jakob erzählt von einer Verheißung des Propheten Jesaja, der da sprach: „Fürchte dich nicht…“!

Zur selben Zeit sind in Nazareth zwei jüdische Frauen in ein Gespräch vertieft. Die glaubensstarke Witwe Anna erzählt ihrer bildhübschen Tochter und Tempeljungfrau Maria, dass ihr und Joachim der Kindersegen lange verwehrt ward. Wegen dieser schwerwiegenden Schmach zog sich Joachim verzweifelt in die Wüste zurück, um Buße zu tun. Nach 40 Tagen Quarantena wurden seine Gebete erhört. Es erschien ihnen beiden unabhängig voneinander ein Engel und überbrachte die frohe Botschaft, beginnend mit den Worten: „Fürchte dich nicht…“!

Diese beiden Ereignisse stehen, begleitet von Musik und Gesang am Beginn dieses neuen Adventsingens. Zehn Tagesmärsche entfernt hüten am Stadtrand von Bethlehem Hirtinnen und Hirten inmitten von Zypressen- und Olivenhainen ihre Schafe. Das Gebiet gilt als geweiht und heilig. Hier weiden nur Schafe, die für ein Opferritual im Tempel vorgesehen sind.

Wir begeben uns in jene Zeit, als sich Menschen wie der Rabbi Jakob, die Witwe Anna, die Tempeljungfrau Maria, ihre Base Elisabeth, der Zimmermann Josef oder die Hirten allesamt als gläubige Juden nach dem Tanach orientierten. Im Kontext mit unseren christlichen Überlieferungen wird dieses Adventsingen eine faszinierende imaginäre Reise in die Lebens- und Glaubenswelt unserer älteren jüdischen Schwestern und Brüder, aus denen Christus geboren wurde.

Ein Salzburger Adventsingen mit neuen Denkansätzen, die auch in unseren bewegten Zeiten die beharrliche Kraft der Hoffnung auf Frieden unter den Menschen in sich tragen. Mit kompositorischen Werken aus der Feder von Shane Woodborne, mit Musik von Tobi Reiser und zahlreichen gesanglichen und volksmusikalischen Kostbarkeiten unseres alpenländischen Kulturraumes.

Hans Köhl
Gesamtleitung
Textbuch, Programmatik

Salzburger Adventsingen 2020

Zeitraum der Veranstaltung: 27.11.2020 - 13.12.2020

Aufführungsbeginn: Freitag 19:30 Uhr, Samstag und Sonntag 14:00 und 17:00 Uhr

Dauer der Aufführung: ca. 1,45 Stunden, keine Pause


Das war das Salzburger Adventsingen 2019!

"Der Sterngucker"

Eindrücke & Wissenswertes

Gedanken zur Corona Krise

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Als Hans Köhl im vorigen Jahr "Fürchte dich nicht!" als Titel für das Salzburger Jubiläums-Adventsingen 2020 auswählte, konnte er noch nicht erahnen, welche Bedeutung diese Worte in Zusammenhang mit der Corona-Krise erlangen würden...

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Von der Loferer Alm ins Große Festpielhaus

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Das Team von Servus TV begleitete unserer Hirtenkinder über zahlreiche Wochen von den ersten Proben auf der Loferer Alm bis hin zu den großen Auftritten im Festspielhaus und warf dabei so manche interessante Blicke auch hinter die Bühne. Prädikat: sehenswert!

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Wie entstand das Adventsingen?

Im Jahr 1946 schlug die Geburtsstunde des Salzburger Adventsingens. Getragen vom sehnsüchtigen Wunsch nach einer besseren, friedlicheren Welt trafen sich Musikanten und Sänger um Tobi Reiser d. Ä. (1907-1974) in einem kleinen Versammlungsraum der Salzburger Altstadt, um vom Krieg nicht mehr heimgekehrter Väter, Söhne und Freunde zu gedenken. Es war eine stille, andächtige Feier mit vertrauten Liedern und Weisen, innigen Gedanken, religiöser Volksfrömmigkeit und überlieferten Bräuchen. Die Feierstunde wurde zur jährlichen Tradition und die Zahl der Gäste stieg von Jahr zu Jahr. Man wechselte in immer größere Räumlichkeiten und schlussendlich im Jahr 1960 in das neuerbaute Große Festspielhaus. Heute begeistert dieses einzigartige „Original“ alljährlich rund 36.000 Gäste aus über 40 Ländern aller Welt.

Das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus ist die Keimzelle und das große Vorbild zahlreicher „Adventsingen“ im gesamten deutschsprachigen Raum. Über 2 Millionen Besucher haben diese einzigartige Veranstaltung im Salzburger Advent bereits besucht.

- Hans Köhl

Wer einmal kommt, kommt immer wieder

Obwohl im Großen Festspielhaus bei jeder der 16 Aufführungen 2.200 Gäste im Saal sind, hat man nicht das Gefühl, bei einer Großveranstaltung zu sein. Die einzigartige Form der Darbietung, wunderbare volksmusikalische Schätze in Verbindung mit ehrlichem künstlerischem Schaffen, die Nähe zum Geschehen und das erlebnisreiche Hinführen zur Geburt des Erlösers lassen etwas Unbeschreibliches, eine ganz besondere Aura der Gemeinsamkeit spürbar werden. „Wer einmal kommt, kommt immer wieder“, so der Tenor zahlreicher Stammgäste, von denen viele auch Mitglieder bei den „Freunden des Salzburger Adventsingens“ sind.
Wenn sich am Ende jeder Aufführung die Gäste unaufgefordert von ihren Sitzen erheben und gemeinsam mit rund 150 Mitwirkenden den Andachtsjodler singen, wird erlebbar, wie viel an positiver Energie sich beim Mysterium Salzburger Adventsingen entwickelt.

Was ist das Geheimnis?

Das Besondere des Salzburger Adventsingens liegt in den schlichten und dennoch tiefgreifenden Darbietungen des adventlichen Geschehens. Getragen von der menschlichen Sehnsucht nach Eintracht und Frieden und ergriffen von der adventlichen Kraft der Stille wird das biblische Geschehen alljährlich aus neuen Perspektiven betrachtet. Im Salzburger Festspielsommer zieht der berühmte Jedermann mit dem Mysterium seiner Endlichkeit das Publikum in den Bann. Im Advent ist es in ähnlicher Dimension das wundervolle Mysterium um die Geburt eines Kindes, welches die Herzen der Gäste im Innersten berührt. Kindheitserinnerungen werden wach und machen nachdenklich. Das fröhliche Spiel der Hirtenkinder verleitet spontan zu herzhaftem Lachen und spätestens beim gemeinsamen Singen des Andachtsjodlers fließen Tränen der Freude.

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Kontakt

Ticketservice Salzburger Adventsingen
Salzburger Heimatwerk - Neue Residenz
A-5010 Salzburg, Residenzplatz 9

+43 (0)662 843 182
sbg.adventsingen@heimatwerk.at

Öffnungszeiten Ticketservice

Montag bis Freitag: 10 bis 14 Uhr


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