75 Jahre Salzburger Adventsingen

1946-2021

Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Freunde des Salzburger Adventsingens!

Im Advent 2021 feiern wir das Jubiläum 75 Jahre Salzburger Adventsingen. Seit 1946 besuchten dieses „Original aller Adventsingen“ mittlerweile über zwei Millionen begeisterte Gäste.

Für diesen alljährlichen Vertrauensbeweis von rund 36.000 Besuchern sind wir voll dankbarer Demut. Es gibt viele Familien, die unser Adventsingen mittlerweile seit Generationen besuchen, für die es keinen Advent ohne das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus gäbe. Diese besonderen Bindungen sind uns Antrieb, Auftrag und Motivation, zum adventlichen Mysterium alljährlich eine neue Betrachtung zu erarbeiten und diese in ein szenisch-musikalisches Gesamtwerk einzubinden.

Wir freuen uns, Sie zu unserem Jubiläum – 75 Jahre Salzburger Adventsingen - im Großen Salzburger Festspielhaus begrüßen zu dürfen!

Ihr
Hans Köhl
Gesamtleitung

ZUM WERK 2021

„FÜRCHTE DICH NICHT!“

Dieses Salzburger Jubiläums-Adventsingens führt uns gedanklich zurück in die Zeit um Christi Geburt. Wir schreiben das Jahr 3760 nach jüdischer Zeitrechnung. Der bei den Hirten am Feld lebende Rabbi Jakob erzählt von einer Verheißung des Propheten Jesaja, der da sprach: „Fürchte dich nicht…“!

Zur selben Zeit sind in Nazareth zwei jüdische Frauen in ein Gespräch vertieft. Die glaubensstarke Witwe Anna erzählt ihrer bildhübschen Tochter und Tempeljungfrau Maria, dass ihr und Joachim der Kindersegen lange verwehrt ward. Wegen dieser schwerwiegenden Schmach zog sich Joachim verzweifelt in die Wüste zurück, um Buße zu tun. Nach 40 Tagen Quarantena wurden seine Gebete erhört. Es erschien ihnen beiden unabhängig voneinander ein Engel und überbrachte die frohe Botschaft, beginnend mit den Worten: „Fürchte dich nicht…“!

Diese beiden Ereignisse stehen, begleitet von Musik und Gesang am Beginn dieses neuen Adventsingens. Zehn Tagesmärsche entfernt hüten am Stadtrand von Bethlehem Hirtinnen und Hirten inmitten von Zypressen- und Olivenhainen ihre Schafe. Das Gebiet gilt als geweiht und heilig. Hier weiden nur Schafe, die für ein Opferritual im Tempel vorgesehen sind.

Wir begeben uns in jene Zeit, als sich Menschen wie der Rabbi Jakob, die Witwe Anna, die Tempeljungfrau Maria, ihre Base Elisabeth, der Zimmermann Josef oder die Hirten allesamt als gläubige Juden nach dem Tanach orientierten. Im Kontext mit unseren christlichen Überlieferungen wird dieses Adventsingen eine faszinierende imaginäre Reise in die Lebens- und Glaubenswelt unserer älteren jüdischen Schwestern und Brüder, aus denen Christus geboren wurde.

Ein Salzburger Adventsingen mit neuen Denkansätzen, die auch in unseren bewegten Zeiten die beharrliche Kraft der Hoffnung auf Frieden unter den Menschen in sich tragen. Mit kompositorischen Werken aus der Feder von Shane Woodborne, mit Musik von Tobi Reiser und zahlreichen gesanglichen und volksmusikalischen Kostbarkeiten unseres alpenländischen Kulturraumes.

Hans Köhl
Gesamtleitung
Textbuch, Programmatik

Salzburger Adventsingen 2021


Zeitraum der Veranstaltung: 26.11.2021 bis 12.12.2021

Aufführungsbeginn: Freitag 19:30 Uhr, Samstag und Sonntag 14:00 und 17:00 Uhr

Dauer der Aufführung: ca. 1,45 Stunden, keine Pause

75 Jahre Salzburger Adventsingen

Am bitterkalten 5. Dezember 1946, mitten in der Not und Armut der Nachkriegszeit, lud Tobi Reiser d. Ä. Freunde und Weggefährten erstmals zu einem Adventsingen nach Salzburg. Drei Tage zuvor erblickte Tobias Reiser d. J. das Licht der Welt. Für beide wurde das Heimatwerk mit dem Adventsingen zu einer leidenschaftlichen Aufgabe und Erfolgsgeschichte, die sie bis an ihr Lebensende begleiteten sollte. Zwei Jahrzehnte lang galt der Dichter K.H. Waggerl als unverzichtbare, prägende Stimme dieser Traditionsveranstaltung. Seit 20 Jahren formt nun bereits Gesamtleiter Hans Köhl mit seinem engagierten Team dieses einzigartige Adventerlebnis im Großen Festspielhaus. Rund eintausend Aufführungen für über zwei Millionen Besucher geben eindrucksvoll Zeugnis von der Beliebtheit dieser international renommierten Kulturveranstaltung.

Wer einmal kommt, kommt immer wieder

Dies wird von der aktuellen empirischen Untersuchung der Wirtschaftskammer Salzburg eindrucksvoll bestätigt. Über 90% der rund 36.000 Gäste kommen hauptsächlich wegen dem Adventsingen nach Salzburg. Rund 98% bewerten die Veranstaltung als sehr gut bzw. gut und mit dem Service zum Adventsingen sind 99% der Gäste sehr zufrieden bzw. zufrieden. Diese Zahlen sind für das Team um Gesamtleiter Hans Köhl und für alle Mitwirkenden Auftrag, sich auch weiterhin mit Enthusiasmus und Leidenschaft dieser einzigartigen Traditions-veranstaltung zu widmen. Das Mysterium der göttlichen Liebe und die Begeben-heiten vor dem Wunder der Geburt Christi stehen dabei stets im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Was ist das Geheimnis des großen Erfolgs?

Das Besondere des Salzburger Adventsingens liegt in der schlichten und dennoch tiefgreifenden Form der adventlichen Darbietungen. Getragen von der Sehnsucht nach Eintracht und Frieden und ergriffen von der adventlichen Kraft der Stille wird das biblische Geschehen alljährlich aus neuen Perspektiven betrachtet. Die musikalischen und vokalen Darbietungen von über 150 Mitwirkenden vermitteln in Verbindung mit dem szenischen Spiel eine ganz besondere Atmosphäre von Staunen, In-sich-gehen und Erinnerungen an die eigene Kindheit. Das berührt und öffnet die Herzen von rund 2.200 Gästen bei jeder Aufführung. Sie lachen herzerfrischend über den ehrlichen Charme der Hirtenkinder, sind betroffen vom Geschehen um Maria und Josef und vergießen aber auch Tränen der Freude beim abschließenden, gemeinsamen Andachtsjodler.

Wie entstand das Adventsingen?

Im Jahr 1946 schlug die Geburtsstunde des Salzburger Adventsingens. Getragen vom sehnsüchtigen Wunsch nach einer besseren, friedlicheren Welt trafen sich Musikanten und Sänger um Tobi Reiser d. Ä. (1907-1974) in einem kleinen Versammlungsraum der Salzburger Altstadt, um vom Krieg nicht mehr heimgekehrter Väter, Söhne und Freunde zu gedenken. Es war eine stille, andächtige Feier mit vertrauten Liedern und Weisen, innigen Gedanken, religiöser Volksfrömmigkeit und überlieferten Bräuchen. Die Feierstunde wurde zur jährlichen Tradition und die Zahl der Gäste stieg von Jahr zu Jahr. Man wechselte in immer größere Räumlichkeiten und schlussendlich im Jahr 1960 in das neuerbaute Große Festspielhaus. Heute begeistert dieses einzigartige „Original“ alljährlich rund 36.000 Gäste aus über 40 Ländern aller Welt.

Das war das Salzburger Adventsingen 2019!

"Der Sterngucker"

Eindrücke & Wissenswertes

Rosenheimerin ist zweimillionster Gast beim Salzburger Adventsingen

Rosenheimerin ist zweimillionster Gast beim Salzburger Adventsingen

Bei der Vorstellung am 6. Dezember 2019 konnte Hans Köhl den zweimillionsten Gast des Salzburger Adventsingens seit dessen Entstehung begrüßen. Was 1946 klein begonnen hat, ist seit Jahrzehnten ein Highlight für tausende Menschen in der Vorweihnachtszeit. So auch für Nicola Layenberger, die am Ende der Vorstellung als besonderer Gast auf die Bühne gebeten wurde.

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Das Salzburger Adventsingen im Großen Festspielhaus ist die Keimzelle und das große Vorbild zahlreicher „Adventsingen“ im gesamten deutschsprachigen Raum. Über 2 Millionen Besucher haben diese einzigartige Veranstaltung im Salzburger Advent bereits besucht.

- Hans Köhl

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Kontakt

Ticketservice Salzburger Adventsingen
Salzburger Heimatwerk - Neue Residenz
A-5010 Salzburg, Residenzplatz 9

+43 (0)662 843 182
sbg.adventsingen@heimatwerk.at

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