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Zum Werk 2015

Gedanken zum Werk

"Schnee in Bethlehem"
   
"Es war einmal" oder "Es begab sich" - diese drei Worte standen meist am Beginn großmütterlicher Erzählungen, denen wir Kinder beim Schlafengehen lauschten und dabei glückselig in unsere Traumwelt entschliefen. Oft wiederholten sich die Geschichten, doch jedes Mal  klangen sie ein wenig anders, wurden sie aus der mündlichen Überlieferung mit phantasievollen Details angereichert.

Diese wundervolle Welt der Märchen, Legenden, Sagen oder Mythen ist wohl die älteste allerliterarischen Formen und reicht ganz tief in unsere Menschheitsgeschichte zurück. Gleichlautende Inhalte sind in einander gänzlich fremden Kulturen aller Kontinente zu entdecken. Dies scheint aus unserem "Kollektiven Unbewussten", wie C.G. Jung zu erklären versuchte, zu entstehen. Trotz globaler Vernetzung und biblischer Einheitsübersetzung erfährt das adventliche Geschehen um Maria und Josef nach wie vor unterschiedliche Ausformungen von Volksfrömmigkeit in den vielfältigen Kulturen dieser Welt, so auch in unseren alpinen Regionen.

Dieses Salzburger Adventsingen wird mit einer märchenhaften Geschichte an vergangene, glückselige Abende der Kindheit erinnern. An Abende, da uns die Großmutter ihre uralte, von Generation zu Generation mündlich überlieferte Adventsgeschichte erzählt. Denn "es war einmal", dass Maria einen zarten, herb würzigen Quendel und honigduftendes Labkraut für die Krippe sammelte und "es begab sich", dass in Bethlehem in jener Nacht nach langer Zeit wieder einmal schneite. Alles erstarrte in der winterlichen Kälte. Einzig eine zartrosa Heckenblüte verkündete neue Hoffnung, neues Leben...

Hans Köhl - Gesamtleitung



Neuigkeiten

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„Überwältigt“, „ergriffen“, „begeistert“ … sind nicht nur...

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16.12.14